Fünf Ensembles von Festival Musica Sacra International beim Ökumenischem Kirchentag in München am 15. Mai
Das Allgäuer Festival startet erst eine Woche später, doch die Organisatoren des Kirchentags nutzten die Verbindungen des Festivalleiters Dolf Rabus, um die Nacht der Weltreligionen mit Musica Sacra International Ensembles zu bereichern. So treten am Samstag, 15. Mai im Gasteig in München bereits die Collegium Singers Tel Aviv Singers aus Israel, der Jugendchor Cordana aus Indonesien, der orthodoxe Chor Oreya aus der Ukraine, das Duo Sublte Voices mit dem Inder Ashish Sankrityayan und dem Dänen Skye Løfvander und der Tibeter Loten Namling auf und zeigen die musikalischen Traditionen ihrer Kulturen und Religionen. Ab dem 22. Mai werden diese Ensembles dann mit sechs weiteren Ensembles bei den 13 Konzerten des Festivals Musica Sacra International im Allgäu zu sehen sein. Dazu zählen das Vokal Ensemble München, das Südtiroler Bläserensemble, das S:t Jacobs Vocal Ensemble Schweden, VocaMe aus Deutschland, die Aswatuna Global Voices aus Jordanien und das Erguvan Ensemble Istanbul. Ein Höhepunkt des Festivals wird die Gala der Religionen am Pfingstmontag in der Synagoge Augsburg sein. Juden und Moslems, Hindus und Buddhisten wurden von der Augsburger Gemeinde eingeladen in der Synagoge ihre Musik zu zeigen. Ein schöner Beweis für die friedliche Begegnung der Weltreligionen und ein Zeugnis der gegenseitigen Anerkennung und Toleranz.

Filme der Weltreligionen in Marktoberdorf und KemptenDurch das frühere Anreisen der bereits genannten Ensembles war es Dolf Rabus dieses Jahr auch möglich, das Vorprogramm des Festivals auszuweiten. Von Montag, 17. Mai bis Freitag, 21. Mai werden in der filmburg Marktoberdorf täglich Filme zu den Weltreligionen gezeigt. Vormittags sind dazu Schüler eingeladen und haben danach die Möglichkeit die jeweiligen Ensembles aus den Religionen kennenzulernen, abends sind die Filmvorstellungen öffentlich. Montag „Ajami“, Dienstag „Im Hause meines Vaters sind viele Wohnungen“, Mittwoch „Korankinder“, Donnerstag, „Broken Silence“ und am Freitag „Dolpo Tulku“. In Kempten wird der israelische Film „Ajami“ ebenfalls im regulären Kinoprogramm gezeigt, war er doch dieses Jahr als bester fremdsprachiger Film für die Oscars nominiert. Der Film verbindet fünf Geschichten von Juden und Arabern, Christen und Muslimen in Ajami, einem Stadtteil von Jaffa bei Tel Aviv. Am Montag, 17. Mai um 19:30 Uhr gibt es eine Sondervorstellung im Colosseum Center Kempten mit den Collegium Singers Tel Aviv. Sie stehen nach dem Film für eine Podiumsdiskussion zur Verfügung.
Tempeltanz meets HipHopDienstag wird mit Mitgliedern des Jugendchors Cordana aus Indonesien ein Tanzworkshop angeboten. Das Tanzstudio „Dance for Style“ mit Stefan Sauter in Kempten hat die jungen Indonesier eingeladen. Zusammen werden sie Tanzelemente aus Hinduismus mit HipHop mischen. Für Sauter gibt es da spannende Verbindungen - die Grenzenlosigkeit von Körper, Geist und Seele ist für ihn beim HipHop genauso wichtig, wie bei den Tempeltänzern der Hindus.
Der Workshop ist öffentlich, allerdings nur zum Zuschauen, Kempten, Gerberstraße 2, 15 Uhr.
Alleine mehrstimmigMittwochnachmittag, 19. Mai wird von 16 bis 18 Uhr und abends von 20 bis 22 Uhr der Däne Skye Løvfander im Künstlerhaus Marktoberdorf in die Kunst des Obertongesangs einführen. Allein mehrstimmig zu singen ist das Phänomen des Obertongesangs, die Separation der Töne die Technik. Der Workshop wird in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Marktoberdorf angeboten und ist sowohl für aktive Sänger als auch passive Zuhörer offen.
Musik auf dem WochenmarktDie Ensembles haben in der Woche vor dem Festival auch die Möglichkeit das schöne Allgäu kennenzulernen. Sollte das Wetter mitspielen, werden sie auch den ein oder anderen Wochenmarkt besuchen und den Händlern und Einkaufenden dort ein kleines Ständchen singen.
Alle Termine sind im Internet unter www.modfestivals.org zu finden und in der Geschäftsstelle unter (0 83 42) 8 96 40 34 zu erfahren. Kartenvorverkauf für alle Konzerte in der Buchhandlung Pötzl Marktoberdorf, Telefon (0 83 42) 4 03 54 und an den örtlichen Vorverkaufsstellen siehe Flyer oder Internet.